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engine bavAIRia

Die Plattform engine bavAIRia hat zum Ziel die globale Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Triebwerksindustrie durch Vernetzung der Potentiale von Zulieferern und Systemunternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter zu stärken.

In Bayern arbeiten ca. 5.600 Mitarbeiter im Triebwerksbau, das sind ca. 50% aller triebwerksrelevanten Mitarbeiter in Deutschland. Mit 3,3 Mrd US Dollar in 2006 liegt der Weltmarktanteil der bayerischen Triebwerksindustrie bei ca. 8%, der Anteil der deutschen Triebwerksindustrie bei 11%.

Hersteller und Zulieferer der bayerischen Triebwerksindustrie wollen sich stärker vernetzen. 2007 haben sie daher in Zusammenarbeit mit bavAIRia e.V. den Arbeitskreis "engine bavAIRia - Triebwerksbau in Bayern" ins Leben gerufen. Die Mitglieder, MTU Aero Engines, Aerotech Peissenberg, Atena Engineering, FAG Aerospace - Schaeffler Gruppe, Leistritz Turbomaschinen Technik und Karl Binder beauftragten bavAIRia und die Strategieberatung Roland Berger Strategy Consultants damit, in einer Studie die Situation des Triebwerkbaus in Bayern zu analysieren und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Aufbauend auf dieser Studie entstand zwischen Februar und Mai 2008 in Workshops mit der Industrie das Arbeitsprogramm der bayerischen Triebwerksindustrie in Abstimmung mit dem bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur und Technologie.

Das Arbeitsprogramm "engine bavAIRia" definiert 5 Themenschwerpunkte für zukünftige Kooperationsprojekte.

1. Unterstützung des Wandels vom Zulieferer zum Partner: Entwicklung alternativer Geschäftsmodelle:
Hierzu wurden im Sommer/Herbst 2008 konkrete Sub-Risksharing Partnerschaften zwischen OEMs und der Zuliefererindustrie gemeinsam mit Systemunternehmen, Zulieferern, Geschäftsbanken sowie Förderbanken des Bundes und des Landes geprüft. Aufgrund der Finanzkrise werden die weiteren Aktivitäten in diesem Bereich auf 2010 vertagt.

2. Regionaler Fertigungsverbund Triebwerksbau:
Die Bündelung der Wertschöpfung von verschiedenen Zulieferern zu einem gemeinsamen, komplexeren Angebot und damit die Bildung EINER Schnittstelle zum OEM oder Systemunternehmen, bzw. auch die bessere Nutzung der Zulieferpotentiale in der Region, um damit Durchlaufzeiten und Kapitalbindung zu senken.

3. Technologieplattform MEE/MEA und Monitoring, Wandel vom konventionellen Luftfahrzeug zum "More Electric Aircraft":
In diesem Schlüsseltechnologiefeld soll auf den vorhandenen Kompetenzen in Bayern, insbesondere in der Elektrotechnik und Mechatronik aufgebaut werden. Hierzu werden verschiedene Technologieprojekte gefördert, unter anderem der Aufbau einer Prüfstandsumgebung für "more electric engine"-Komponten an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg, ein Kooperationsprojekt von insgesamt 6 Unternehmen sowie 2 Instituten, mit dessen Umsetzung im Juni 2009 begonnen werden konnte.

4. Entwicklungsverbund Hochtemperaturwerkstoffe und deren Bearbeitung:
Die Studie hat gezeigt: Die Kernkompetenzen des bayerischen Triebwerkbaus liegen im sogenannten "heißen Bereich", das heißt im Kerntriebwerk. Um langfristig an der Spitze der Technologieentwicklung mitspielen zu können, sind unternehmensübergreifende Anstrengungen hinsichtlich neuer Fertigungsverfahren von Titanaluminiden sowie Titan- und Nickelbasislegierungen notwendig. Hierzu ist seit Juli 2009 eine langfristige, unternehmensübergreifende Roadmap in Vorbereitung, die verschiedene Einzelprojekte zu "Materialien und Fertigungsverfahren im Triebwerk der Zukunft" umfasst.

5. Gemeinsame Kommunikation Bayerns als "Region of Excellence" für den Triebwerksbau:
Der internationale Bekanntheitsgrad der bayerischen Triebwerksindustrie, insbesondere der Mittelständler soll weiter erhöht werden, um Bayern als "Region of Excellence" für den Triebwerksbau zu positionieren. Bei allen laufenden, hierfür relevanten bavAIRia-Aktivitäten wird der bayerische Triebwerksbau als eine der wesentlichen Säulen der bayerischen Luft- und Raumfahrtindustrie herausgestellt und auf seine hohe Bedeutung im internationalen Vergleich hingewiesen.

Das Arbeitsprogramm "engine bavAIRia" wird seit Juli 2008 gemeinsam mit den Clusterakteuren realisiert.

Ihr Ansprechpartner

Jochen Schmid, M. Sc.
Projektmanager
T. +49 / 8105 / 272927-43

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